Shade arbeitet seit über 21 Jahren mit Collagetechniken als Ausdrucksform ihrer künstlerischen Praxis. Ihre Werke entstehen im analogen Raum traditioneller Collagekunst – meist mit Schere, Messer und gesammeltem Bildmaterial unterschiedlichster Herkunft. Auch Textilien wie Wax-Print-Stoffe finden Eingang in ihre Kompositionen.

Thematisch verhandelt sie in ihren Collagen unter anderem Afrofuturismus, Subalternität, die afrikanische Diaspora, Mythologie, Revolution und Kolonialgeschichte. Ihre Arbeiten sind visuelle Erzählräume, die historische Bezüge und subkulturelle Einflüsse wie Hip-Hop und Afrobeat miteinander verweben.

Man hat mir mal gesagt, meine Werke wirken wie Wimmelbilder voller historischer Bezüge, afrikanischer Diaspora und subkultureller Einflüsse wie Hip-Hop, Afrobeat und Afrofuturismus – und ehrlich gesagt, das trifft es ziemlich gut.“

Bildung durch Kunst ist für Shade ein zentrales Anliegen. Ihr soziales Engagement zeigt sich in der Entwicklung kreativer Bildungsinterventionen, die künstlerische Mittel als Werkzeuge der Vermittlung nutzen. Im Rahmen ihres Studiums gestaltet sie Lehr-Lern-Materialien, die sich mit der deutschen und europäischen Kolonialgeschichte sowie der afrikanischen Diaspora auseinandersetzen. Ihr Studium der Bildungswissenschaften an der FernUni Hagen schloss sie 2025 mit ihrer Bachelorarbeit zur „Entwicklung de_kolonialer Bildungsinterventionen in der Medienbildung“ erfolgreich ab.

Als Initiatorin und Teilnehmerin zahlreicher Gruppenausstellungen schafft Shade Möglichkeitsräume, in denen subalterne Erfahrungen und Narrative sichtbar werden. 2025 präsentierte sie ihre erste Einzelausstellung „Afro Space Age“ im Theater Dortmund im Rahmen des vierten „Dortmund goes Black“-Festivals unter dem Motto „Black Universe“.

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